Archiv des Autors: steffi

Immer wieder gerne.

Nach einer längeren Pause hat die Kinderbuchhandlung „Der Buchsegler“ wieder einmal ein Bild auf der Schaufensterscheibe. Es gibt in Deutschland etwa 10.000 Kinder, deren Mutter oder Vater im Gefängnis ist. Den Kindern Literatur an die Hand zu geben und ihre Fragen zu beantworten, haben sich Emmanuel Bourdier, Thomas Engelhardt und Monika Osberghaus vorgenommen. „Im Gefängnis“ und „Haselnusstage“ heißen die beiden Bücher, die im Schaufenster zu sehen sind. Bei der Umsetzung der Gestaltung hat @mokka_mokka_ mitgeholfen. Zum Glück!

Süße Kleinigkeit.

Wenn ihr mal spektakuläre Torten braucht, ist Katrin die Frau, die ihr anrufen solltet. Sie baut mehrstöckige Häuser mit Beleuchtung, Damenhandtaschen, Kürbisse, Rosenbeete, Gitarren – ach, einfach alles, was es gibt – aus Torte. Keine Buttercrememassaker, sondern fluffig-leichte, fruchtige, extrem schmackhafte Zauberkunststücke der Tortenbäckerei. Ohne Quatsch: Sie lässt Bier schweben! Sie kann Baumkuchenecken! Ihr eine Visitenkarte zu malen und gestalten, war mir ein großes Vergnügen.

Alles auf Rot

Dass ich an diesem Buch mitarbeiten will, wusste ich sofort. Etwas abgehärtet und mit ausreichend Zuversicht ausgestattet war ich durch „Das Spiel meines Lebens“. Union ist mein Thema, und dazu lauter schöne Kolleginnen und Kollegen. Etwas länger habe ich überlegt, worüber ich schreiben möchte. Am Ende ist es ein Text über die Jugendspieler von Union geworden, über Anhänglichkeit, Idole und schwer zu verschmerzende Vereinswechsel. Und über Steven Skrzybski. Weil der toll ist!

Alles auf Rot – Der 1.FC Union Berlin
Hrsg. Jan Böttcher & Frank Willmann
Blumenbar / Aufbau-Verlag
EUR 18,00

Ich werde vorgelesen.

Just als der Urlaub vorbei war, kam mein Belegexemplar des Pixi-Urlaubsgeschichten-Hörbuches. Wie merkwürdig das ist, wenn eine fremde Stimme meinen Text liest! Und toll. Aber hauptsächlich merkwürdig. Und dann habe ich gesehen, dass Andreas Fröhlich eine andere der Urlaubsgeschichten gelesen hat. Rein zufällig ist Andreas Fröhlich nicht nur mein Lieblingsfragezeichen Bob Andrews, sondern einer meiner liebsten Kinderbuchvorleser überhaupt. Womit dann auch mein nächstes Lebensziel klar ist: Eine Geschichte schreiben, die er vorlesen mag.

Hätte ich gewusst, wie schön dieses Buch ist, hätte ich ein Auspackvideo gedreht!

Als Julia Suchorski im letzten Sommer fragte, ob ich mir vorstellen kann, eine Geschichte für ihre Sammlung „Das Spiel meines Lebens“ zu schreiben, habe ich ohne nachzudenken ja gesagt. Zwei Spiele fielen mir sofort ein. Beide legendär, aber auf sehr unterschiedliche Art. Bei der Weltmeisterschaft in Italien gewann Deutschland gegen die Niederlande am 24. Juni 1990 in Mailand 2:1. Alle haben sich dieses Spiel wegen der Spuckerei gemerkt. Alle außer mir. Für mich war es das beste Spiel, das Jürgen Klinsmann je gemacht hat.  In derselben Sekunde fiel mir das Testspiel des 1.FC Union Berlin bei Germania Schöneiche ein. Union verlor, und es war das einzige schlechte Spiel, das Michael Parensen je gemacht hat. Ratet, über welches der beiden Spiele ich geschrieben habe!? Genau. Ich danke Christian Arbeit und Michael Parensen für ihre Geduld mit mir. Der Text ist ganz anders geworden als ich geplant hatte. Dafür wiederum danke ich Frédéric Valin, der mir einmal mehr gezeigt hat, warum das nötig war.

Das Spiel meines Lebens
Hrsg. Julia Suchorski
rowohlt Taschenbuch 2017
EUR 12,00

Ein Pixi zum reinlaufen!

Der Carlsen-Verlag hat eine komplette Pixi-Reihe mit Spezialcovern ausgestattet: Jeder Buchdeckel ist durchbrochen. So entsteht beim Aufblättern der Eindruck, das Buch zu betreten, als sei es ein Zimmer. 

Ich mag die Idee sehr gerne. Zwei der Geschichten in dieser Serie habe ich geschrieben. In „Seemann auf der Fähre“ könnt ihr mit einem kleinen Hund übers große Wasser schippern. „Hereinspaziert“ erzählt von Carline, die eher versehentlich Clown wird. Die Illustrationen stammen von Stefanie Pfeil und Nina Hammerle und sind großartig!

Danke, Dick Bruna!

Meine Lieblingsbuchhändlerin wollte ein Fenster für sehr kleine Kinder machen. Miffy, das Hasenmädchen, hat sie sich dieses Mal gewünscht. Ein Klassiker unter den Pappbilderbüchern, und mit seinen klaren, reduzierten Formen trotzdem modern. Der Mann, der Miffy 1955 erfunden hat, heißt Dick Bruna, und Miffy heißt eigentlich Nijntje. Ich male sonst nie die Figuren anderer Zeichner, dieses Fenster ist eine Ausnahme: Dick Bruna ist am 17.Februar 2017 verstorben. Es ist also ein „Mach’s-gut-und-danke-für-alles“-Fenster. Dick Brunas Hasenkind Miffy bleibt uns für immer. Darüber bin ich froh.