Archiv des Autors: steffi

Danke, Dick Bruna!

Meine Lieblingsbuchhändlerin wollte ein Fenster für sehr kleine Kinder machen. Miffy, das Hasenmädchen, hat sie sich dieses Mal gewünscht. Ein Klassiker unter den Pappbilderbüchern, und mit seinen klaren, reduzierten Formen trotzdem modern. Der Mann, der Miffy 1955 erfunden hat, heißt Dick Bruna, und Miffy heißt eigentlich Nijntje. Ich male sonst nie die Figuren anderer Zeichner, dieses Fenster ist eine Ausnahme: Dick Bruna ist am 17.Februar 2017 verstorben. Es ist also ein „Mach’s-gut-und-danke-für-alles“-Fenster. Dick Brunas Hasenkind Miffy bleibt uns für immer. Darüber bin ich froh.

Pixi: Die Prinzessin im Apfelbaum 

Dass ich jemals eine Prinzessinnen-Geschichte schreiben würde, habe ich so nicht kommen sehen. „Wieso?“, fragte daraufhin meine liebe Mutter. „Bis zwölf warst du doch hauptberuflich selber eine!“ Ich konnte mich an nichts erinnern, war ich doch nach meinem Dafürhalten vor allem auf harzige Bäume geklettert. Deshalb habe ich diese Geschichte zusammen mit einer Gruppe Fünfjähriger erarbeitet. Vielen Dank an Aileen im INA-Kindergarten, dass ich das durfte! Die Bilder stammen von der Illustratorin Heike Vogel, deren Prinzessinnengummistiefel hoffentlich eines Tages in Serie gehen werden. Braucht man nämlich wirklich.

Atelier Flora: Kalender 2017

Das Atelier Flora hat einen neuen und bildschönen Kalender entworfen, und ich durfte drei Zeichnungen dazu beisteuern. Gedruckt hat wie immer Jens-Uwe Clauß im shining-labor, erhältlich ist der Kalender in limitierter Auflage im Buchsegler.

Zu Weihnachten ein Aquarium!

Wiebke hat sich für ihre wunderbare Kinderbuchhandlung „Der Buchsegler“ ein Schaufenster mit Fischen gewünscht, und es ist eventuell das ausgefallenste Weihnachtsfenster geworden, das ich je gemacht habe.

Weihnachten im Heimatladen

Der Heimatladen in Templin verkauft schöne Dinge aller Art – nicht nur online, sondern auch in einem echten Laden in der Altstadtpassage. Dort durfte ich in diesem Jahr die Weihnachtsgestaltung übernehmen: Produktfotos, Plakate, Anzeigen, Banner und das, was ich am liebsten mache – Schaufenster bemalen.

Schaufenster bemalen

Insgesamt drei Schaufenster habe ich in diesem Jahr für die Kinderbuchhandlung Buchsegler gemalt. Das erste war eine reine Schriftgestaltung, das zweite eine freihändig gezeichnete Blumenranke und zuletzt ein Herbstfenster. Alle ganz verschieden, und alle haben auf ihre Art viel Spaß gemacht. Eins kommt noch. Ich bin selber gespannt!

Antizyklisch arbeiten 

Mein erstes Weihnachtspäckchen kam Mitte September. Der sehr tolle Carlsen-Verlag hat mich eine Weihnachtsgeschichte schreiben lassen, die dank der schönen Illustrationen von Steffi Wöhner zum sofortigen Keksebacken verleitet. Und weil Elisenlebkuchen im Herbst sowieso am besten schmecken, ist das völlig in Ordnung. Aber das Schreiben im letzten Sommer bei dreißig Grad im Schatten, das wird mir unvergessen bleiben. So antizyklisch habe ich nie zuvor gearbeitet.

Ein Familienbetrieb wird fotografiert.

Ob ich den Herrn Hanne fotografieren könnte, hat mich Manuela vom Seitenstraßenverlag gefragt. Da kommen dann immer zwei Dinge zusammen: Einerseits bin ich entsetzlich neugierig, andererseits habe ich Angst vor fremden Menschen. Aber ich mag Manuela, und bisher haben sich alle ihre Autorinnen und Autoren als außerordentlich liebreizend herausgestellt. Gewiss kann ich Herrn Hanne fotografieren, habe ich geantwortet, und dann gleich mal Herrn Hanne gegoogelt. Alles wäre viel einfacher gewesen, hätte sie mich direkt zu @betriebsfamilie geschickt.

Wir haben einen Termin verabredet, ich habe meinen kompletten Lampenladen aufgebaut und angestrengt darüber nachgedacht, wie ich Herrn Hanne so seriöslich fotografieren kann, dass das Foto in ein Buch reingedruckt werden kann. Tja. Und dann kam Herr Hanne. Der heißt Christian, hat ungefähr die gleiche Menge Angst vor dem Fotografiertwerden wie ich vor fremden Menschen, dachte sich aber: Ich mag Manuela, die kennt immer so nette Fotografen. Geh ich mal hin da.

Die erste Überraschung war, dass er seinem Avatar nicht im Geringsten ähnelt. Zum Beispiel sein Hals: Der ist ganz normal! Für die erste Bildreihe haben wir gemeinsam herauszufinden versucht, ob und inwieweit sich ein ernsthafter von einem vergrämten Gesichtsausdruck unterscheidet. Wir haben das Level komplett durchgespielt – es sind nur Nuancen. Aber falls mal jemand ein Fahndungsfoto benötigt: Das kann ich jetzt. Schluss mit seriöslich, dachte ich, und habe ihm unser Atelier-Glücksschwein gereicht. Sieht man ja nicht, dachte ich. Kann er sich dran festhalten. Streicheltherapie ist zwar eigentlich mit Hund, aber keiner von uns hatte einen Hund dabei.

Christian Hanne

Christian Hanne

Weil wir uns inzwischen ganz gut aneinander gewöhnt hatten, sind wir für eine letzte Bildreihe in den Bürgerpark gegangen. Dort ist mir das Bild gelungen, von dem ich sagen würde, dass es in ein Buch gedruckt werden kann. Junger Mann mit Grünzeug drumherum. Ich finde sowas gut. Das sieht ordentlich aus, das ist sympathisch, man kann damit zwischen Bundeskanzlerin und Thronerbe alles werden. So ein Bild ist das.

Möchtet ihr raten, für welches Bild sich Verlag und Autor entschieden haben? Die Auflösung findet ihr auf Christians Autorenseite beim Seitenstraßenverlag.

(Wie es wirklich war, hat Christian selbst aufgeschrieben und für die Sammler unter euch ein paar Outtakes hinzugefügt.)

Es war mir ein Fest, und jetzt freue ich mich auf das schon fast fertige Buch von Christian Hanne, das »Wenn’s ein Junge wird, nennen wir ihn Judith« heißen wird und im September beim Seitenstraßenverlag erscheint. Yippieh!